Kilimandscharo Trekking

Empfehlungen & Tips zum Kilimandscharo, von Felix Berg

Kilimandscharo. Ernst Hemingway. Der Höchste. Der Größte. Das Schönste am Berg sind seine leuchtenden Gletscher. Wenn frischer Schnee den Gipfelkegel bedeckt, sieht man diesen leuchtenden Giganten-Hügel deutlich auf Safari aus der umgebenen Savanne herausstechen, meist früh morgens am Besten, wenn die Luft noch klar ist.

Kilimanjaro-2016-FelixBerg: Team
Team 2016 nach der Besteigung, gemeinsam mit Felix Berg, Trägern und Teilnehmern: ein Team!
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Immer wieder, immer wieder auf den Kilimandscharo: Als Reiseleiter habe ich einige Touren auf diesen Berg geführt, stand häufig auf dem höchsten Punkt, auf dem Dach von Afrika (Uhuru Peak, 5895m, inzwischen 8x, Stand 2014). Langweilig ist es trotzdem nicht und ein angenehmer Job: gut eine Woche ist man unterwegs auf stressfreien und gemütlichen Trekking. Durch die Vegetationszonen, vom Urwald bis zum Gletscher, führen auch Pfade, die nicht überlaufen sind. Rongai Route, Umbwe Route, Lemosho Route und die Western Breach beherbergen (noch*) schöne verwinkelte Wege zum Kibo, wie das Kilimandscharo-Hauptmassiv genannt wird.

*Dies schrieb ich in 2011 und inzwischen ist auch unsere damals einsame Rongai (Kikilewa) Route belaufener geworden: Verständlich, ist sie doch die einfachste Route, aufgrund der besseren Camp-Höhe geeigneter als die Marangu-Route, und landschaftlich abwechslungsreich. So überlaufen wie Maranugu- oder gar Machame-Route ist sie sicherlich nicht, aber alleine zelten wir in den Lagern nicht mehr. Gewisse Raffinessen im Ablauf  bleiben SummitClimb vorbehalten, so ein gut eingeplanter und durchdachter Ruhetag, die Erkundungen mit den fachkundigen Bergführern und der sicherheitsbedachte Aufstieg zum Uhuru Peak.

Die Lemosho Route hat ihre alte Beliebtheit beibehalten, bekommt etwas ähnlich viele Besucher wie die Kikelewa Route (Stand 2014). Die Umbwe Route behält trotz Renovation der Wege in 2010 ihren alten Ruf als schwierige und abenteuerliche Route bei. Der Anstieg ist steil, aber in Kombination mit dem Western Breach Aufstieg sicherlich nicht die “Schüsselstelle” zum Gipfel. Die Western Breach Route bleibt einsam, wohl auch, weil eine gewisse Trittsicherheit und alpine Erfahrung für den Anstieg sehr ratsam ist. Im Aufstieg vom Lawa Tower Richtung Gipfel sind wir meist die einzigen Menschen, haben die ganze Kilimandscharo Westseite für uns allein!

Zu günstige Trekking-Angebote sind mit Vorsicht zu genießen, da zurzeit mindesten fünf Tage Nationalpark-Eintritt gelöst werden müssen – jeder Tag mit USD 115 pro Person zu Buche schlägt (Stand 2014). Die Maßnahme der Mindestzeit wurde ergriffen, um Schnäppchenjäger zu schützen. Budget-Firmen betrieben Kurztouren, in zwei oder drei Tagen zum Gipfel, wo dann reihenweise Wanderer umkippten. Höhenkrank, häufig auch mit Todesfolge. Selbst heute sterben noch jeder Jahre einige Besucher an Höhenödemen, da auch 4-5 Tage für knapp 6000m Anstieg zu kurz sind. Der Kilimandscharo Nationalpark überwacht die Trekking Bewegungen recht streng, welches sicherlich auch notwendig ist, um die Einhaltung der Regeln zu gewährleisten.

Naturschutz scheint weniger die Motivation zu sein als die Einnahmequelle für das Ministerium.  Die Tanzanian Wildlife Authorities, dem der Park unterstellt ist, leisten dabei viel gute Arbeit und gelten – ganz untypisch für Afrika –als wenig korrupt. Die Nachfrage für den Parkeintritt wird über den Eintrittspreis geregelt, der zwingend zu zahlen ist. Lokale Anbieter die hier sparen bringen sich und ihre Kunden in große Bedrängnis. Vielen Anbietern fehlt an der notwendigen Ausrüstung und der personellen Kompetenz, sodass ich anderen Teams mehrfach aushelfen müsste – meist bei der Kibo Hut, wo die Marangu Route mit unserer Abstiegsroute zusammenstösst. Beim Lawa Tower finden sich auch gelegentlich verwegene Touristen ein, meist Engländer, die mit Turnschuhen und unqualifizierten Guide, die “wilde” Western Breach versuchen (wollen), da sie eben als wild gilt.

Günstige Angebote können sich auch am Berg noch als problematisch erweisen. Ist der Kilimandscharo zu teuer? …eigentlich kann man es nicht verwerfen, dass ein Nationalpark sich so finanziert, durch die gewonnenen Mittel die Natur beschützt wird. Viel von den Geld fließt auch tatsächlich in den Naturschutz, meist in anderen noch intakteren Gebieten, und nicht nur in die Tasche des Ministers. Am Kilimandscharo werden Wege erhalten und auch zunehmend Infrastruktur gebaut (Toiletten, Hütten). Ein Guide ist verpflichtend und ein zuverlässiger verdient auch ein anständiges Gehalt. Ebenso sollten Trägeren ein anständiges Gehalt verdienen und wer spart, spart sicherlich in der Bezahlung des Personals. Ein gesundes Paket mit vernünftiger Ausrüstung, bezahltem Personal, gutem Essen und Sicherheit kann also unter Bezahlung der hohen Tagesgebühren gar nicht günstig sein.

Zum Glück arbeite ich für SummitClimb, wo Sicherheit sehr wichtig ist. Dazu wird am Kilimandscharo ein gutes Maß an Akklimatisation benötigt, welches mehr Zeit und mehr Geld kostet. Die Mehrkosten zahlen ihren Mehrwert allemal aus. Die Stimmung im Team und die Zusammenarbeit mit der Mannschaft in Tanzania machen für ich als Expeditionsleiter / Reiseleiter einen ganz besonders wichtigen Teil eines jenes Trekkings aus. Das krönende Erlebnis ist das Glück der Teilnehmer nach am Gipfel, ihren Stolz und die Freunde nach der geglückten Tour zu sehen.

Es gibt drei feste Programme bei SummitClimb, der einfachste Weg für weniger oder gar nicht bergerfahrene Wanderer, den:

Kilimandscharo Trek

und zwei weitere Touren, wo man schon unterwegs, vom Arusha Nationalpark, oder von den weiten Savannen des Amboseli, den Kilimandscharo sehen kann:

Meru, Arusha Safari & Kibo

Kenya, Amboseli Safari & Kibo

Ob ich ein Kilimandscharo Trekking persönlich empfehlen würde?

……sicherlich für alle, die mal auf dem höchsten Berg Afrikas stehen wollen und am besten noch bevor die Gletscher geschmolzen sind… Auf zum Kilimandscharo!

SummitClimb.de

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