Archive for August, 2010

Kilimandscharo

Montag, August 30th, 2010

Dieses Jahr hatten wir am Kilimandscharo 3 Gruppen mit insgesamt 24 Teilnehmern: Alle konnten den wahren Gipfel des Kilimandscharo erreichen, den Uhuru Peak (5895m).

Von vielen Veranstaltern wird auch schon der Krator (Stella Point, Gillman’s Point) als Gipfel verbucht und auch die Nationalpark Verwaltung stellt dazu ‘Gipfel Zertifikate’ aus. Doch nicht bei uns. Beim Bergsteigen ist klar: der höchste Punkt des Berges ist der Gipfel. Das ist beim Kilimandscharo eindeutig der Uhuru Peak.

Viel schwieriger ist der Weg nicht, gelegentlich etwas vereist und eingeschneit, und mit unseren Expeditionsleitern und Begleitern kein Problem für geübte Wanderer. Wir haben nun weitere Informationen, zu Routen, Klima und die richtige Saison am Kilimandscharo auf unserer Webseite, siehe:

Kilimandscharo

Himalaja Baruntse 2010 Briefing

Mittwoch, August 25th, 2010

Für unsere Baruntse (7168m) Expedition haben wir nun 15 Teilnehmer und 2 Expeditionsleiter: Daniel Mazur und Felix Berg.Wir sind 4 Teilnehmer aus Deutschland, ansonsten eine international sehr bunt gemischte Gruppe.

Außerdem beantragen wir 3 Permits (Gesamt 21 Plätze) und haben somit noch Plätze offen für Last-Minute-Teilnehmer: Kontaktiere uns! 

Der Antrag auf das Permit wird in den nächsten 2 Wochen ausgefüllt und den Nepalesischen Behörden zugesandt. Dazu brauchen wir von jedem Teilnehmer:
- Eine Kopie des Reisepasses (Scan)
- Ein Passbildfoto (Scan)

Zudem sollten alle Teilnehmer Ihren Versicherungsschutz (über DAV, OeAV, u.a) überprüfen und einen Nachweis (Kopie) der Versicherungsbedingungen und Kontaktdaten besorgen.Die Teilnehmerliste senden wir etwas 2 Wochen vor Expeditionsbegin, wenn auch die definitive Baruntse Expedition mit allen Teilnehmern zusammengestellt ist.

Vorheriges Baruntse a-priori Briefing

Ruwenzori Expedition

Dienstag, August 24th, 2010

Rückblick: Ruwenzori Überschreitung 2009

Bericht des Expeditionsleiters Felix Berg

In einem kleinen Team mit den zwei Teilnehmern Detlef und Robert gelang uns 2009 die Überschreitung des Ruwenzori, von West nach Ost, aus dem Kongo nach Uganda. Anfänglich, als die Idee geboren wurde, am Ruwenzori Massiv die Besteigung des Mount Stanley (5109m), dem dritthöchsten Berges Afrikas, mit einem Gletscherkurs zu verbinden, hatten wir die Standardroute von Uganda geplant. Doch bei einem Gespräch mit Robert, auch ein vielgereister Abenteurer, stellten wir fest, dass uns der entlegene Kongo reizen würde, wo noch keiner von uns war. In dem kleinem Team war das umsetzbar, wir alle flexibel eingestellt, und so machte ich mich an die Planung der Aufstiegsroute über die entlegene kongolesische Seite.

Das größte Wagnis des Unternehmens lag dabei in der politischen Unsicherheit der Demokratischen Republik des Kongo, sowie der ungeklärten Lage des Grenzübertritts nach Uganda. Ich war vorzeitig über Kenia nach Uganda angereist und hatte dort mit Regierungsbeamten gesprochen, um den Grenzübertritt abzuklären. Die Lage im Kongo war zwar ruhiger geworden, wurde aber immer von vielen Einheimischen als heikel eingeschätzt. Es gab aber schon wieder funktionierenden Handel und LKW-Firmen, die den Ost-Kongo belieferten, die Straßen zum Ruwenzori waren passierbar. Über einen befreundeten Straßenbau-Unternehmer fand auch eine Mietwagenfirma, deren Wagen wir in den Kongo überführen konnten.

Nachdem Detlef und Robert ankamen, quartierten wir eine Nacht im Altkolonalien Speke Hotel im Zentrum von Uganda und fuhren dann über den Bwindi Imperial Nationalpark zum Gorilla Trekking und am Queen Elizabeth Park vorbei Richtung Kongo. Der Grenzübergang entsprach einem Schritt zurück in der Zeit: vom Teer auf Sandpisten, leere und einsame Straßen. Wir heuerten eine Sicherheitskraft an, die uns auch dem Weg zeigte. Letztendlich bewegten wir uns aber nur auf 150km auf kongolesischen Straßen bis wir den Fuß des Ruwenzori und damit relative hohe Sicherheit erreicht hatten.

 gorilla-im-bwindi-nationalpark.jpg Silverback Kitungura Gruppe - Bwindi

Eine offizielle Erlaubnis des Nationalparks für die Überschreitung konnten wir nicht erringen, aber ein Verbot konnten wir dem Offiziellen auch nicht entnehmen. Gesprochen wurde eine lokale Sprache, das überregionale Kisuaheli, und bei einigen wenigen Offiziellen auch Französisch. Mit einen, schwer aufzutreibenden englischsprachigen, Ranger und 6 Trägern gingen wir dann den Berg rauf. Die erste Tagesetappe verlief durch Plantagen, dann durch tiefen und unberührten Regenwald, zu einer erstaunlich gut ausgerüsteten Hütte. Am zweiten Tag erreichten wir lichtere Wälder und dann am dritten Tag die letzte Hütte (auf ca. 4000m Höhe). Der Weg und die Hütten würden den Schildern nach alle unter Aufsicht der WWF, gesponsert durch die EU erbaut oder neulich renoviert – endlich mal sinnvoll angelegte Steuergelder!

ruwenzori-kiondo-hut.jpg Kiondo Hütte - Kongo

Die Lage der letzten Hütte mit Blick auf die Westflanken des Ruwenzori Massives ist einmalig: Die Berge brechen steil ab, in eine unberührte Berglandschaft, während unter einem die Regenwälder des Kongo bis in den Horizont reichen. Dort hört die relativ gute Infrastruktur auf, sodass wir am nächsten Tag einen kleinen Pfad durch den unglaublichsten hochalpinen Wald folgten. Riesensenezien (am Mount Kenia und Kilimandscharo nur in kleinen Gruppen vorhanden) wuchsen bis zu 7m hoch, bildeten ganze Wälder, durch die wir uns hindurch wühlen mussten! Auf 4500m Höhe einsam und wild, diese Landschaft! Ein kleiner glasklarer See bot sich zum Baden an. Nach kleiner Pause, einem sehr kurzen eisigen Bad, stiegen wir steiler über Geröll und Steine zum Biwak. Nach zwei Tagen Gletscher- und Steigeisentraining waren wir fit und akklimatisiert genug, um den Übergang nach Uganda über die Hauptgipfel zu wagen.

ruwenzori-kongo-gletscher.jpg ruwenzori-sonnenaufgang-ueber-kongo.jpg Training am Gletscher und Aufstieg mit Blick über den Kongo

Der Aufstieg begann früh morgens im Dunkeln. Wie geplant erreichen wir mit Sonnenaufgang ein zuvor während des Trainings eingerichtete Materiallager. Zum Pass hin wurde der Gletscher breiter, mit einiger Spaltengefahr, sodass wir uns anseilten. Auf der Passhöhe überquert man auch die Grenze von Kongo nach Uganda. Der Fernblick über das kongolesische Becken, den gigantischen Regenwaldflächen, war umwerfend! Entlang eines ausgesetzten Grats folgten wir zum ersten der drei Hauptgipfel des Ruwenzori: zum Peak Alexandria (5092 m). Meist gingen wir parallel, aber eine ausgesetzte Kletterstelle im 2.UIAA Schwierigkeitsgrad sicherte ich Robert und Detlef nach. Kurz vorm Hauptgipfel musste man einmal kurz 5 Meter Abseilen. Dort rutschte Robert aus und verstaucht sich den Fuß. Es sah nicht so schlimm aus, sodass wir erst noch weitergingen. Aber auf den letzten Aufschwung verzichtet Robert dann. Schnell überkletterte ich den letzen Eispilz, eine etwas heikle Angelegenheit, holte Deltef nach, und wir stehen auf dem Gipfel des Peak Alexandra (5092m).

peak-alexandria-gipfel.jpg Gipfelerlebnis - Peak Alexandra (5092m)

Aufgrund von Robert’s Verletzung brechen wir die Überschreitung zum nächsten Gipfel, dem noch höheren Peak Mageritha (5111m) ab, und steigen Richtung Uganda ab. Wir merkten, dass seine Verletzung leider doch ernster war. Die schweren und steilen Stücke den Grat hinunter halfen wir uns gegenseitig und kamen nur langsam voran. Dann zog auch noch Nebel und schlechtes Wetter auf. Auch ich kannte den Abstieg nicht und bei gelegentlich aufziehender Sicht sah das Gelände unter uns sehr steil aus. Ich erblickte den Bujuku See, an seiner Form, und das Gelände sah machbar aus. Aber es stimmt überhaupt nicht mit dem Führer überein und den Wegkoordinaten. Ich rief über das Satellitentelefon die GPS-Daten ab, aber auch das half nicht viel weiter. Nach zwei Stunden irren, bei den wir den Weg für die Elena Hütte suchten, entschied ich mich für den Bujuku Abstieg, den ich zuvor kurz gesehen hatten. Wir waren inzwischen im konstanten Nebel mit maximal 20 Meter Sicht. Robert kämpfte sich mit zwei Stöcken mutig den Berg hinab. Meist half Detlef ihm, während ich vorneweg den besten Weg erkundete. Jedoch weit und breit keine Hütte in Sicht! Wir kamen an einem kleinen See mit Flusslauf vorbei, und es wurde langsam dunkel. Nach Karte sah dies jedoch gut aus, einem kleinen Ausflugsziel ab dem Bujuku Lager, jedoch wurde es zu dunkel. Nach fünfzehneinhalb Stunden unterwegs biwakierten wir auf 4400m auf einer kleinen Wiese.

Am nächsten Tag erreichten wir sehr erschöpft am frühen Nachmittag das Bujuku-Lager. Die Elena Hütte hatten wir total verpasst. Wir waren den direkten Abstieg vom Gipfel gegangen, der von lokalen Führern im Notfall benutzt wird – deswegen also die Spuren und gelegentlichen Markierungen. Die abseitsgelegene Elena Hütte, höher und weiter südlich gelegen, hatten wir so nicht gefunden (und der Abstieg ist wohl auch nicht leicht). Robert war nun zu müde, sein Fuß zu verletzt, um weiterzulaufen. So bestellten wir mit dem Satellitentelefon die Rettung. Doch statt eines erhofften Helikopters kamen nur Träger (insgesamt 41), und es folgte ein weiterer 16-Stunden-Marathonmarsch über drei normale Tagesetappen. So kamen wir zum wartenden Notfallwagen. Von dort ging es rasch nach Kampala. Die Diagnose: zwei gerissene Außenbänder, ein kaputtes Innenband, doch waren die Knochen zum Glück unbeschadet. Die Überschreitung zog noch etwas Bürokratie nach sich, namentlich die ungewöhnliche Grenzüberschreitung (ohne Posten und Stempel), was sich aber gut regeln lies. Uns ging ein extra Tag Bergsteigen verloren, aber angesichts des glücklichen Ausgangs waren wir, insbesondere auch Robert, mit der Tour sehr zufrieden.

Trotz des Unglücks war die Tour mit der Ruwenzori Überschreitung für unser Team ein einmaliges Erlebnis! Für mich als Leiter war diese spannende Bergreise eine ganz besondere Expedition mit wirklichem Neuland-Charakter. Mit der unbeschreiblich schönen Natur, dem freundlichen Uganda, der Einsamkeit und der unberührten Landschaft des Kongo hatten wir eine perfekte Abenteuerreise hinter uns!

Die nächsten Reisen nach Uganda, zum Gorilla Tracking & Ruwenzori Trek mit optionaler Besteigung des Mount Stanely:

Ruwenzori 2011 Expedition

Mount Kenia & Safari

Montag, August 23rd, 2010

Unsere Gruppe ist nach der Bergtour auf dem Mount Kenia weitergefahren: zum Lake Nakuru und in die Masai Mara. Eine kurze 4-tägige Safari im Anschluss an die Bergtour: die perfekte Kombination für ein umfangreiches Kenia Erlebnis. Am Sonntag ist die Gruppe heil und zufrieden in der USA angekommen.

Mount Kenia

Dienstag, August 17th, 2010

News vom Mount Kenia: Mit lokalem Guide Dunan Nendrito konnten die drei Teilnehmer am 14.Aug. etwas 3/4 der Standard Nord-Route zum Batian (5199m) besteigen. Dann mussten sie wegen der vestreichenden Zeit und Höhenproblemen umkehren.

mtkenya.jpg

Am15.Aug stiegen sie über den Pt.Lenanan (4980m) in die Chogoria Schlucht, um dort am 16.Aug abgeholt zu werden. Nun ist die Gruppe auf Safari Richtung Masai Mara unterwegs.

Link zu den Mount Kenia Reisen

Pakistan Hilfe

Montag, August 16th, 2010

Die Lage in Pakistan ist schlimm. Überflutete Regionen und Millionen von Flüchtlingen.

Wir bemühen uns mit unserm lokalen Agenten vor Ort, Karrar Haidri, eine Lage von der Situation zu beschaffen. Die meisten Hilfsaktionen zur Rettung von Menschen werden vom Militär durchgeführt und es mangelt vor allem an Helikoptern. In den Auffangstationen mangelt es an einfachen Gegenständen, Decken, Zelten und sauberen Wasser. 

Die UN mit der UNICEF ist sicherlich eine gute Adresse, um schnell die erste Hilfe vor Ort einzuleiten:
https://www.unicef.de/spenden-helfen/einzelspende/bankeinzug-pakistan?quid=1

BZ Artikel über Felix Berg

Sonntag, August 15th, 2010

Über die Gefahr beim Extrembergsteigen wurde von SummitClimb Expeditionsleiter Felix Berg in Berlins größter Tageszeitung, der BZ, ein Artikel aufgezeichnet: BZ Artikel Felix Berg

Kenia Kletterreise

Donnerstag, August 12th, 2010

Am 6.August sind drei Teilnehmer in Kenia, Nairobi angekommen, um den Mount Kenia Hauptgipfel Bation zu besteigen: Ramona, Pablo und Richard.

Mit 2 Wochen Zeit konnten zum Anfang noch mit Expeditionsleiter Felix Berg kenianisches Abenteur-Klettern einplant werden. Wir sind für zwei Tage ins Masai Land bei Ngong gefahren, um in Embaribal zu klettern. Nach einem Tag in Hell’s Gate ging es weiter zum Mount Kenia.

Die Gruppe ging am 10.August zusammen mit lokalem Bergführer Duncan die Sirimon Route rauf und versucht sich die nächsten Tage am Hauptgipfel. Hoffen wir, das die Teilnehmer das nötige Wetterglück haben, 2006 am Gipfel:

charles_summit.JPG

Kili Summits

Donnerstag, August 12th, 2010

Am 8.August konnten alle 4 Teilnehmer mit den Guide Issak den Gipfel erreichen, und am 9.August wieder ins Tal absteigen. Gratulation!

Ama Dablam Expeditionen

Donnerstag, August 5th, 2010

Die Ama Dablam ist das Wahrzeichen des Solo Khumbu Tals, im Herzen der Sherpareiches in der Nähe des Mount Everest gelegen, und wird von vielen als der berühmteste Fels und Schnee Kletterberg Asiens, als das Matterhorn des Himalajas bezeichnet. Seit 1998 hat SummitClimb über 10 erfolgreiche, sichere Expeditionen durchgeführt. Bilder: Ama Dablam vom Tal, Team am Gipfel:

amadablam003_l.jpg Am Gipfel der Ama Dablam

Wir 2008-09 aufgrund der hohen Eisschlaggefahr auf die Durchführung der Ama Dablam Expedition verzichtet. Es sind durch Eisschlag am sogenannten Dablam 7 Menschen  ums Leben gekommen. Seit 2009 sieht die Gipfelwand wieder sicherer aus, die Eiswände sind kollabiert und somit ist der Gipfelbereich nicht mehr so gefährlich. Wir bieten neu (wieder) 2010 die Expedition wieder an!

Die erste Begehung glückte der berühmten Ed Hillary Silver Hut Expedition 1961 – Bishop (USA) Gill, Romanes (NZ) und Ward (UK) erreichten den Gipfel über den Südwest Grat am 13. März nach 20 Tagen Arbeit an der Route. Seit dem hat die Ama Dablam etwa 1000 Begehungen erhalten, meist über den SW Grat – auch unsere Aufstiegsroute. Bild: Routen Beschreibung

Ama Dablam Route

Weitere Links zur Ama Dablam: 

SummitClimb Ama Dablam Expedition

Ama Dablam Detailprogramm