Eisklettern juhu!

Persönlicher Bericht von Felix Berg

Eisig gefrorene Wasserfälle standen in Kandersteg so super gut, dass es ja komplett unnatürlich gewesen wäre, diese nicht rauf zu pickeln. Ein Jahr nach meinen Unfall überlegte ich also mal wieder ins vertikale Eis zu steigen und fand mit altgedienten langjährigen Kletterpartner Markus Grieshammer auch einen soliden, hochmotivierten Vorsteiger, der einfach nur mit mir locker in die Berge wollte. So gingen wir „in der Kürze liegt die Würze“ (Wi6) im Kiental, wo uns die letzte Seillänge doch einiges abverlangte und stellten dann im anderen Sektor fest, das M9 doch ganz schön schwer (zu schwer) sein kann. Am nächsten Tag enttäuschte das Gasterntal mit wenig Eis, also starten wir spät im Sektor Staubbach in die „Lochroute“ (Wi5) und kletterten anschließend den „Finderlohn“ (M7). Nach einem wohlverdienter Ruhetag, gönnten wir uns einen „Allmendudler“ mit soviel Eis, dass nach dem schweren und etwas losen M9-Einstieg eine wunderbare zweite Seillänge kaum Felskontakt benötigte (zwei Züge M5, dann Wi6 statt M8 – für die, die spreizen können) und auch die Ausstiegssäule (Wi6-/6) war wunderbar gewachsen. Irgendwie war das dennoch zu viel für meine noch lädierte Schulter. So gingen wir einen Tag auf Skitour statt Klettern, um danach einen letzten Tag, den vierten Tag im Eis, rauf zur Breitwangfluh, und eigentlich auf der Suche nach „Beta Blocker“ fanden wir „Alpha-Säule“ (Wi6+) stehend – auch da muss geblockt werden; eine tolle 300m-Abschlussroute, bei der ich mich auch wieder etwas an das scharfe Ende des Seils traute. Vier Tage im Eis, einige superschöne Routen, eine gute Freundschaft, fand der sonst verpasste Winter noch einen gebührenden eisigen Abschluss.

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